Löwenzahnlikör

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Die meisten wissen, dass Löwenzahn essbar ist. Aber der Löwenzahn ist ein echter Tausendsassa, er ist nicht nur lecker sondern auch überaus gesund. Er wirkt positiv auf alle Verdauungsorgane, wirkt appetitanregend und steigert die Magensaftsekretion. Er regt die Produktion von Galle an und verbessert den Fettstoffwechsel. Er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und nimmt z.B. Mückenstichen den Juckreiz.

Die Blätter können wie Salat gegessen werden, sie sind leicht bitter aber genau diese Bitterstoffe sind das Gesunde daran.

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Aus den Wurzeln wurde früher Kaffeeersatz gemacht. Auch, wenn wir heute keinen Mangel an echtem Bohnenkaffee fürchten müssen, wer es ausprobieren möchte, sollte die Wurzeln waschen, trocknen, kleinschneiden und dann in einer Pfanne ohne Fett rösten. Anschließend werden die Wurzeln in einer Kaffeemühle gemahlen. Auf eine Tasse „Kaffee“ nimmt man 1 gehäuften TL, kocht sie mit Wasser auf und lässt die Mischung etwa eine halbe Minute ziehen.

Aber eigentlich wollte ich euch ein Rezept für leckeren Löwenzahnlikör aufschreiben. Das Rezept hab ich von einer Bekannten bekommen, sie ich Kräuterfachfrau und weiss so ziemlich alles über jedes Kraut, was auf unseren Wiesen wächst.

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Als erstes muss man Löwenzahn pflücken, ganz viele Löwenzahnblütenköpfe. Denn für den Likör braucht man 60 g Löwenzahnblütenblätter, also nur diese feinen, dünnen gelben.
60 g hört sich nach nichts an, aber man zupft verdammt lange, bis man diese Menge zusammen hat.
Die Blütenblätter werden anschließend mit 200 g Zucker vermischt und diese Mischung lässt man etwa eine Stunde lang ziehen.

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Man kann die Blütenblätter und den Zucker direkt in dem Gefäß ziehen lassen, in dem man den Likör ansetzt.

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Nachdem die Stunde vorbei ist, gießt man die Mischung mit 400 ml Obstler auf, so das Originalrezept. Ich persönlich nehme aber immer Vodka, weil der neutraler ist.

Ich möchte nicht wissen, was die Kassiererin in meinem Stamm-Supermarkt denkt, denn ich kaufe im Sommer immer Unmengen an Vodka, weil ich so gerne Liköre selbst mache. Davon behalte ich nur wenig für mich selbst, das allermeiste verschenke ich immer, es gibt so viele Menschen, die sich über selbst gemachten Likör freuen, es ist also ein prima Geschenk, was sich gut aufheben lässt.

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Als nächstes kratzt man das Mark einer Vanilleschote aus und gibt es in die Likörflasche, die ausgekratzte Vanilleschote kann man ruhig auch mit dazu geben, denn sie hat viel Aroma, die sie abgeben kann.
Natürlich kann man die Vanilleschote auch einfach nur der Länge nach halbieren und sich das Auskratzen sparen.

_5160864_b2_500pxAls letztes gibt man noch 375 ml Wasser in die Flasche.
Die Flasche lässt man nun drei Wochen lang in der Sonne stehen und schüttelt sie mehr oder weniger kräftig jeden Tag, mindestens ein Mal, ruhig öfter.

Nach den drei Wochen seiht man den Likör erst durch ein feines Sieb und dann eventuell noch durch einen Kaffeefilter, um auch die allerkleinsten Schwebeteilchen los zu werden.

Und nun ist er fertig, der Likör!

Übrigens: in Tschechien, meinem Geburtsland, heisst der Löwenzahn „Pampeliška“ (gesprochen: Pammpellischka).
Klingt hübsch, oder?

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