Holler, die Waldfee ;-)

Ganz vorweg muss ich euch etwas gestehen: die Bilder, auch die vom Fliederzucker, habe ich letztes Jahr schon gemacht und das ist auch gut so gewesen. Gestern habe ich nämlich Mecker bekommen, weil ich erst vorgestern das Rezept für den Fliederzucker gepostet hatte, denn in vielen Gegenden in Deutschland ist der Flieder schon wieder verblüht.
Hier, am Rande des Riesengebirges „hinken“ wir ein paar Wochen hinterher, erst im Hochsommer holen wir wieder auf.
Die Holunderblüten sind noch lange nicht so weit aber bevor bei euch wieder alles verblüht ist… beeile ich mich lieber. 😉

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Ich kann mich vor Holunder kaum retten, die Bäume wuchern hier alles zu. Und so haben wir letztes Jahr mehrere Bäume gefällt. Und dennoch ist genug da. Direkt am Haus habe ich einen riesigen Holunderbaum. Mit den Blüten muss ich also nicht geizen, es wird ausreichend an Beeren im Herbst übrig bleiben.

Nun ist Holunderblütengelee, -Sirup und -Likör nicht wirklich etwas Neues aber es ist so einfach und so lecker, dass es es wert ist, hier aufgeschrieben zu werden.

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Der Ansatz ist für alle drei Sachen der Gleiche. Holunderblüten werden zusammen mit Zitronen in Wasser gelegt und etliche Stunden ziehen gelassen, erst danach variiert die Verarbeitung.

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Hier also mein Holunderblüten-was-auch-immer-Ansatz, ihr könnt die Menge beliebig verdoppeln oder verdreifachen, je nachdem, wieviel ihr machen wollt:

– 15 Holunderblütendolden, mit möglichst wenig Stielen
– 1 Liter frisches Wasser
– 1 Bio-Zitrone

Die Zitrone schneide ich, nachdem ich sie (bio hin, bio her) gründlich gewaschen habe, in Scheiben.
Die Holunderblütendolden lasse ich dagegen ungewaschen, weil das Aroma im Blütenstaub sitzt. Ich gucke aber, ob sich Krabbeltiere drin befinden.

Nun lege ich die Blütendolden und die Zitronenscheiben in einen ausreichend großen Topf, rühre um und verschließe es mit dem Deckel. Man kann auch nur ein sauberes Geschirrtuch drüber legen, es geht nur darum, dass nichts reinfliegen kann.

Diese Mischung lässt man nun 24 Stunden stehen, wenn es ein paar Stunden länger steht, macht es auch nichts, dann wird der Geschmack intensiver.
Anschließend gieße ich alles durch ein Küchensieb in einen zweiten Topf und drücke die Zitronen und die Blütendolden gut aus. Wenn mir das Blütenwasser zu trüb ist, lasse ich es noch durch einen Kaffeefilter laufen.

So, jetzt haben wir fertigen Ansatz. Demnächst gibt es dann die Rezepte für Sirup, Likör und Gelee. 🙂

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3 Kommentare zu “Holler, die Waldfee ;-)

  1. Das Bild durchs Glas ist der Hammer. Und das Rezept sowieso.
    Ich hoffe, ich komme heuer endlich mal dazu auch mal was anzusetzen. (Nehme es mir jedes Jahr vor und dann ist der Holler mit dem Verblühen wieder schneller als ich mit dem Pflücken.)

    Gefällt mir

  2. Pingback: Holunderblütengelee | Jana macht Sachen

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