Holunderblütengelee

Das Rezept basiert auf dem Ansatz, den ich im Blogbeitrag „Holler, die Waldfee“ gepostet hatte.

Holunderblütengelee:
– Ihr braucht dafür einen ausreichend großen Topf
– einen großen Rührlöffel z.B. aus Holz
– saubere, heiss ausgespülte Marmeladengläser
– eine Schöpfkelle
– Gelierzucker
– einen kleinen Teller, den ihr ein paar Stunden vorher in den Kühlschrank stellt

Mit dem Gelierzucker ist das so eine Sache, es gibt ja unterschiedliche. Im Prinzip sind sie alle gleich, sie basieren auf Zucker und einem Geliermittel, in diesem Fall ist es Pektin, welches aus Äpfeln gewonnen wird. Früher hat man klassisch 1:1 eingekocht, d.h. man nahm genauso viel Zucker wie Früchte, z.B. 1 kg Früchte und 1 kg Zucker. Der Zucker diente dabei als natürliches Konservierungsmittel.
Aber Zucker ist mittlerweile ziemlich verpönt und viele möchten lieber einen höheren Fruchtanteil und deshalb gibt es Gelierzucker 2:1 und auch 3:1. Leider wird bei diesen Varianten die konservierende Wirkung des Zuckers mit reduziert, deshalb wird bei diesen zuckerreduzierten Gelierprodukten meist ein Konservierungsmittel hinzu gesetzt.

Ihr müsst nun selbst entscheiden, für welche Variante ihr euch entscheidet. Ich schreibe mal die Variante für 1:1 auf. Wenn ihr lieber 2:1 oder 3:1 machen möchtet, folgt einfach den Anweisungen auf der Verpackung, was die Mengen angeht.

Gebt 1 Liter Holunderblütenansatz in den Topf und gebt 1 kg Gelierzucker 1:1 hinein. Rührt gleichmäßig um und bringt die Masse zum Kochen, der Zucker muss sich vollständig auflösen. Es muss wirklich einmal richtig sprudelnd aufkochen!
Seid vorsichtig, dass ihr keine Spritzer abbekommt, die Masse ist höllisch heiss. Jetzt kann die Temperatur ein wenig reduziert werden aber es muss weiter vor sich hin köcheln.

Nach etwa 5 Minuten könnt ihr eine Gelierprobe machen. Nehmt dafür den Teller aus dem Kühlschrank und gebt etwa 1-2 EL des Gelees darauf und verteilt die Masse ein wenig. Wenn das Gelee fest wird, ist es ausreichend gekocht. Wenn es flüssig bleibt, muss es weiter gekocht werden. Wiederholt dann die Gelierprobe einfach.

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Nun wird mit der Schöpfkelle dieser heisse Saft in die vorbereiteten Gläser gefüllt und sofort mit den Deckeln fest verschlossen. Die Gläser werden auf den Kopf gestellt, das sterilisiert nochmal die Deckel und ausserdem zieht sich so der Deckel fest und bildet das Vakuum. Aus eigener Erfahrung: legt euch ein Tablett oder ähnliches unter die Gläser! Mir ist es schon mal passiert, dass ein Deckel nicht richtig verschlossen war und die ganze Suppe lief über die Küchenarbeitsplatte, an den Schränken hinunter auf den Fußboden. Das war eine elende Putzerei! 😉
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Nach etwa 15 Minuten könnt ihr die Gläser wieder richtig rum drehen, wenn das Gelee nämlich kalt wird und fest, rutscht es evtl. nicht mehr auf den Boden.

Zum Schluss noch eine eigene Erfahrung: Gelee verhält sich anders als Marmelade, insbesondere dieser Gelee, weil ja nichts an Früchten drin ist. Bei mir sah das Gelee im Glas immer irgendwie flüssig aus aber dem war nicht so. Es war absolut stichfest.

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