Der kleine Maulwurf auf Reisen

Bestimmt habe ich es schon einmal erwähnt: Ich komme ursprünglich aus Tschechien. Dort kennt jedes Kind den kleinen Maulwurf, der vom Prager Zeichner und Maler Zdeněk Miler erschaffen wurde.
Ich habe eine kleine Maulwurf-Plüschfigur, die mich seit vielen Jahren auf meinen Reisen begleitet und statt meiner vor den mehr oder weniger typischen Sehenswürdigkeiten posiert.

Vor kurzem habe ich bei Stoff & Liebe, einem Online-Stoffshop, einen wunderschönen Jersey-Stoff mit Motiven vom kleinen Maulwurf entdeckt. Es ist eine Eigenproduktion, d.h. woanders bekommt man ihn nicht. Ich hab sofort zugeschlagen und die erlaubte Höchstmenge bestellt. Dazu noch die passenden Kombistoffe mit Wolken und Punkten.

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Ich werde mir daraus ein fröhliches Shirt nähen.
Dieses Jahr werde ich 50, da muss ich endlich anfangen, mich altersgerecht zu kleiden. 😀

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Fröhliche Weihnachten…

gehabt zu haben! 😉

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Na, noch ist es nicht zu spät für fröhliche Weihnachtsgrüße, noch ist Weihnachten.
Ich hoffe, eure Weihnachtstage und vor allem die vorweihnachtliche Zeit war so schön wie meine. Kein Stress, kein „ich muss noch“, kaum Verpflichtungen und wenn, dann welche, auf die man sich freut.
Vor vielen Jahren schon habe ich mich von all dem, was „man“ vor und an Weihnachten zu machen hat, frei gestrampelt. Ich pfeife auf gesellschaftskonforme Konventionen, die nur ein Ziel haben: andere zufrieden zu stellen. Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich und wenn ich eine schöne Weihnachtszeit haben will, dann muss ich mich selbst drum kümmern.

Doch genug der Philosophiererei: ich war vor Weihnachten sehr kreativ und habe gemacht. Neben den üblichen Weihnachtsplätzchen, die ich gebacken habe, habe ich genäht. Nicht für mich, ich hab Geschenke genäht.
Für meinen Mann und meine beiden Söhne.
Alle drei haben jeweils einen Hoodie bekommen, einen Hoodie „Henning“. Das Schnittmuster dafür habe ich bei http://www.mamili1910.de gefunden. Mir gefiel dieser schräg eingesetzte Reissverschluss so gut.

Zuerst wollte ich nur einen Hoodie für meinen Mann nähen aber der wurde so schön, dass ich beschlossen habe, für beide Söhne (sie sind 23 und 21 Jahre alt) auch jeweils einen zu nähen.
Genug der Worte, jetzt zeige ich sie euch:

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Das ist der Hoodie für meinen Mann. Schlicht und ohne Taschen, allein der orangefarbene Reissverschluss, der sich um die gesamte Kapuze zieht, bringt einen Klecks Farbe hinein.

 

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Auch, wenn mein Mann hier Modell steht, ist dies der Hoodie für Sohn Nr. 1. Aus einem hochwertigen Bio-Jersey-Jaquard mit Bauchtasche. 

 

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Und hier kommt Henning Nr. 3, für Sohn Nr. 2. Sohn Nr. 2 spielt etliche Instrumente und da erschien mir dieser Jersey mehr als passend. 

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Alle drei Hoodies haben den Beschenkten gefallen und, auch nicht unwichtig, sie passen sogar! 😀
Gestern, beim großen Familientreffen haben alle drei ihre Hoodies angehabt und sie stolz präsentiert. Ich finde, ein schöneres Kompliment gibt es kaum.

Das Landleben grüßt

Seit Anfang Mai lebe ich wieder in Tschechien, meinem Geburtsland. Vor fast 13 Jahren habe ich dort, am Rande des Riesengebirges, gemeinsam mit meinem Mann, ein altes Bauernhaus gekauft. Zum dritten Mal in Folge gönne ich mir den Luxus, den ganzen Sommer in diesem Haus zu verbringen.

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So schön präsentierte sich Pecka, mein Sommerwohnsitz, im Mai

Als wir das Haus 2003 übernommen haben, gab es sogar ein Gewächshaus, also den Ansatz eines Gewächshauses. Der Korpus besteht aus unzähligen 5-Liter-Gurkengläsern. Aber es gab noch kein Dach, keine Tür und vor allem keine Beete.

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Mein Mann hat nun ein kleines Wunder vollbracht und das Gewächshaus fast fertig gebaut. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch aber ich konnte richtig was pflanzen.

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Das Gewächshaus hat nun ein Dach und eine Tür. Der Boden wurde ausgehoben und begradigt und rundherum wurden Beete gemauert, etwa 50 cm hoch und 50 cm breit.
In der Mitte wurden Dielen aus wetterfestem Lerchenholz ausgelegt mit ausreichend Platz für einen kleinen Tisch und zwei Stühlen, so dass man im Frühjahr oder im Herbst Kaffee trinken kann. 😉

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Es gibt sogar eine automatische Bewässerung. Ein 200-Liter-Wasserfass steht direkt im Gewächshaus, es wird von zwei weiteren Fässern gespeist, die draussen stehen und Regenwasser sammeln.
Mit Hilfe einer Solarpumpe wird das Wasser aus den zwei Fässern in das Fass im Gewächshaus gepumpt.

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Und das alles wächst fleissig im Gewächshaus:
verschiedene Sorten Paprika, Tomaten, Gurken (die zum Einlegen und Salatgurken), Kohlrabi, Sellerie (Knollensellerie und Stangensellerie), Mangold und Salat.
Ausserdem hab ich eine Weinranke mit blauen Trauben in eine Ecke gepflanzt und hoffe, dass die Blätter bald das ganze Dach beranken werden.

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Draussen im Garten habe ich auch ein kleines Beet, mit Erdbeeren, Zucchini, Hokkaido, Broccoli, Blumenkohl, Mangold, Radieschen, Knollensellerie und Möhren. Dazu zahlreiche Kräuter in der Kräuterspirale und im küchennahen Kräuterbeet. Die schneckenanfälligen Kräuter habe ich in Töpfen direkt vor der Haustür.

Ja, so lebe ich hier, in meinem kleinen Landparadies. Den ganzen Tag zwitschern die Vögel, Bienen und Hummeln fliegen umher, ab und zu kräht ein Hahn in der Nachbarschaft. Ansonsten ist hier weitestgehend Ruhe und Stille.

Creativa 2016

Auf der Creativa, angeblich Europas größte Kreativmesse, war ich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Zum letzten Mal war ich dort, als meine Kinder im Kindergarten oder in der Grundschule waren. Mittlerweile studieren sie. 😉
Dortmund ist ja nicht so weit weg von Essen, also fuhr ich hin, natürlich dem öffentlichen Personennahverkehr. Die U-Bahn-Station am Dortmunder Hauptbahnhof war verdammt voll und so quetschten wir uns in die U-Bahn, die uns zu den Westfalenhallen bringen sollten.
An der Kasse ging es flott, wahrscheinlich hatten sich die meisten Besucherinnen (es sind ja größtenteils Frauen, die diese Messe besuchen) ihr Ticket vorab über das Internet gekauft.

Die Hallen waren voll, es ging nur im Schneckentempo durch die Gänge und an einigen Ständen stand ich nur in zweiter oder dritter Reihe, was ich sehr schade fand. Aber ich hatte später noch viel Gelegenheit, mir diese Stände in aller Ruhe anzusehen.

Es gab viele interessante Stände und viele Ideen, die ich mitgenommen habe. Aber ich finde auch, dass es dort viele Stände gab, die dort nichts zu suchen haben, z.B. mit industriell gefertigten Hand- und Einkaufstaschen, made in Bangladesh, die man auch auf jedem Wochenmarkt kaufen kann.

Enttäuscht war ich auch vom Angebot aus der Kategorie „textiles Gestalten“. Ich hatte auf schöne Stoffe gehofft, die man nicht in jedem Stoffladen findet aber letztendlich hab ich nur das gesehen, was ich auch in den Läden bekomme, die ich hier im Umkreis habe.

Ein bisschen was hab ich dennoch eingekauft: Perlen!

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Ich hab wunderschöne Glasperlen aus Jablonec in Tschechien gefunden, die ich schon länger haben wollte. Meine Freundin Klara, die mittlerweile in Schottland lebt, fertigt zauberhaften Schmuck aus diesen Perlen. Und nun wollte ich mich auch einmal dran versuchen.

In einer anderen Halle habe ich noch afrikanische Recycling-Glasperlen gefunden und an diesen konnte ich nicht vorbei gehen.

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Ich freu mich schon darauf, demnächst mit ihnen zu arbeiten!

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Insofern fand ich die Creativa lohnenswert aber ich glaube, jetzt lasse ich erst einmal wieder ein paar Jahre verstreichen, bis ich wieder dorthin fahre. 😉

Steampunk – auf zur Zeitreise!

Alles begann letztes Jahr. Im Februar besuchte ich den Steampunk-Jahrmarkt im Rahmen des Historischen Jahrmarktes in der Bochumer Jahrhunderthalle.
Bis dahin hatte ich noch nie etwas über Steampunk gehört, was ich im Nachhinein sehr merkwürdig fand. Wie konnte es sein, dass etwas so Wundervolles an mir vorbeigegangen war?
Allein der Historische Jahrmarkt mit seinen historischen Fahrgeschäften war großartig aber die Steampunker waren das Tüpfelchen auf dem i und ich nahm mir feste vor, mich beim nächsten Mal entsprechend zu kleiden.

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Das nächste Mal ist übermorgen und mein Kostüm ist fast fertig. Mein Motto ist Jules Vernes Roman 20.000 Meilen unter dem Meer.
Elemente des Meeres werde ich mit den klassischen Steampunk-Elementen wie Goggles (nicht verwechseln mit Google 😉 ) und Zahnräden kombinieren.
Fantasy meets Steampunk, sozusagen.

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Mein fertiges Kostüm zeige ich euch nächste Woche. 🙂

Frohe Weihnachten!

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Dieses Kerzenlicht hat einen weiten Weg hinter sich. Es kommt aus Betlehem. Ich habe es heute in Josefov (Tschechien) bekommen und geschafft, es unbeschadet 35 km mit dem Auto in mein Haus nach Pecka zu bringen.
Nun wird es hier vor und in meinem Haus leuchten, bis zum Jahreswechsel will ich es hüten.

Das diesjährige Motto des Friedenslichtes ist „Friede in mir – Friede mit dir“.
Das wünsche ich uns allen, nicht nur an den Weihnachtstagen, auch darüber hinaus!