Wenn der Flieder wieder blüht

Das ganze Jahr über freue ich mich auf den Mai. Nicht nur, weil ich im Mai Geburtstag habe (und in Tschechien feiere ich auch noch Namenstag im Mai), ich freu mich jedes Jahr aufs Neue auf leuchtend gelbe Löwenzahnwiesen, auf Maiglöckchen und auf den so wahnsinnig tollen Duft des Flieders!
Früher, als ich noch keinen Garten hatte, habe ich, wenn keiner guckte, ein bisschen Flieder aus irgendwelchen Vorgärten stibitzt.

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Aber nun habe ich eigene Fliederbäume, die sich rasant vergrößern und vermehren. Ich hab einen weissen Flieder mit gefüllten Blüten und einen lila Flieder, vor zwei Jahren hab ich noch einen dunkelvioletten mit weissem Blütenrand dazu gepflanzt. Aber der hat erst dieses Jahr die erste Blütendolde bekommen, er muss also noch fleissig wachsen.

Flieder duftet nicht nur toll und sieht wunderschön aus, man kann die Blüten auch essen. Also direkt esse ich nun die Blüten nicht aber ich verarbeite sie und versuche so, den Duft ein wenig zu konservieren.

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Die Fliederblüten kann man prima zu Fliederzucker verarbeiten und damit Süßspeisen und Kuchen bestreuen. Keine Angst, das Fliederaroma ist nicht aufdringlich, es wird nichts nach Seife schmecken, selbst nicht, wenn man den Fliederzucker pur isst.

Um Fliederzucker zu machen, braucht man eine Menge Fliederblüten. Im Gegensatz zu Holunderblüten sollte man wirklich nur die Blüten selbst verwenden, also ganz ohne Stiele. Das ist eine Menge Zupfarbeit.

Ich nehme dafür ein Backblech und streue Zucker darauf aus, etwa 2/3 der Gesamtmenge. Und dann lege ich die Fliederblüten auf den Zucker und streue eine dünnere Schicht Zucker, also das letzte Drittel, darüber. Das lasse ich trocknen, an einem warmen Ort, idealerweise in der Sonne. Wenn es windstill ist, draussen, wenn der Wind weht, auf einem kleinen Tisch am Fenster, wo die Sonne herein scheint.

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Die Fliederblüten müssen komplett durchtrocknen und das möglichst schnell. Der erste Versuch ist mir misslungen, weil  es zu lange gedauert hatte und auch, weil ich zuviel Zucker über die Blüten gestreut hatte. So kam keine Luft an die zarten Blüten und sie faulten vor sich hin.

Aber der zweite Versuch hat dann geklappt.

Wenn die Blüten komplett trocken sind, kann man sie zusammen mit dem Zucker in ein hübsches Glas füllen und luftdicht verschließen.

Man kann den Zucker mitsamt der trockenen Blüten auch im Standmixer ganz fein mixen, der Zucker wird dann in etwa wie Puderzucker. Nur sieht man dann nichts mehr von den Blüten aber das ist nicht schlimm, denn im getrockneten Zustand sind sie eh nicht so schön.

Hach, ist es nicht schön, an warmen Sonnentagen im Garten zu sitzen und Tee zu trinken?

Hach, ist es nicht schön, an warmen Sonnentagen im Garten zu sitzen und Tee zu trinken?

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