Winterhude für’s Frühjahr

Irgendwann vor Weihnachten im letzten Jahr gab es das Schnittmuster „Winterhude“
von Pech & Schwefel als kostenlosen Download. Es beinhaltet drei Versionen:
Shirt, Rock, Kleid.
Das Schnittmuster lag etwa zwei Monate bei mir, ebenso der Stoff, den ich als Sonderangebot bei einem örtlichen Stoffhändler gekauft hatte.
Vor drei Tagen hab ich mich mal dran gesetzt und zunächst das Schnittmuster zusammen geklebt, ausgeschnitten und den Stoff zugeschnitten.
Ich wollte erst mal nur das Shirt nähen.

Und obwohl ich schon eine Größe größer gewählt habe, erschien mir das Vorder- und Rückenteil etwas zu eng. Hm… so schnell mal eben 10 cm Bauch- und Hüftumfang erschien mir etwas unrealistisch (auch wenn es schön wäre 😉 ).
Ich hab dann kurzentschlossen links und rechts einen Keil eingenäht, dank des Musters fällt es auch kaum auf.

Hier mal ein paar Bilder:
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Ich mag den Schnitt, vor allem den Halsausschnitt!

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Demnächst nähe ich das Kleid, ich brauche nur noch schönen Stoff dafür.

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Steampunk – auf zur Zeitreise!

Alles begann letztes Jahr. Im Februar besuchte ich den Steampunk-Jahrmarkt im Rahmen des Historischen Jahrmarktes in der Bochumer Jahrhunderthalle.
Bis dahin hatte ich noch nie etwas über Steampunk gehört, was ich im Nachhinein sehr merkwürdig fand. Wie konnte es sein, dass etwas so Wundervolles an mir vorbeigegangen war?
Allein der Historische Jahrmarkt mit seinen historischen Fahrgeschäften war großartig aber die Steampunker waren das Tüpfelchen auf dem i und ich nahm mir feste vor, mich beim nächsten Mal entsprechend zu kleiden.

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Das nächste Mal ist übermorgen und mein Kostüm ist fast fertig. Mein Motto ist Jules Vernes Roman 20.000 Meilen unter dem Meer.
Elemente des Meeres werde ich mit den klassischen Steampunk-Elementen wie Goggles (nicht verwechseln mit Google 😉 ) und Zahnräden kombinieren.
Fantasy meets Steampunk, sozusagen.

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Mein fertiges Kostüm zeige ich euch nächste Woche. 🙂

Dieser Sommer wird Gelb!

Letzte Woche hab ich mal wieder Stoff gekauft. Nicht, dass ich nicht ein ganzes Regal voller Stoffe habe aber eben diesen hatte ich nicht. 😉
Gelber Viskose-Jersey mit unregelmäßig verteilten, etwa 7 mm großen weißen Punkten. Ein herrlicher Stoff für den Sommer. Den Schnitt hatte ich bereits, „Svea“ von Farbenmix. Ich hatte schon mal eine Svea-Tunika genäht aber mir gefiel die Kombination der Stoffe nicht so recht, wohl aber der Schnitt.
Und nun ist die Tunika (oder das Shirt) fertig.

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Der Stoff ließ sich mit der Overlock leicht nähen. Für die Säume unten am Shirt sowie den Ärmeln hab ich mich für einen Rollsaum entschieden, das geht schnell und ich finde, dass es gut zum Charakter des leichten Stoffes passt.

Obwohl es ein Sommershirt ist, hab ich mich für 3/4 lange Ärmel entschieden, ich trag auch im Sommer gerne etwas längere Ärmel, weil ich zur Sommerakne leide, wenn ich mich zu intensiv der Sonne aussetze. Und ich mag Sonnencreme nicht so gerne.

Hier sieht man den Ärmelvolant

Hier sieht man den Ärmelvolant

Ich glaub, mit einer weissen Leinenhose wird das sehr sommerlich aussehen. Jetzt muss ich nur noch leicht bräunen, damit ich nicht aussehe, wie eine Wasserleiche. 😉

Zum Schluss noch ein Foto der wunderschönen Clematis, die gestern ihre ersten Blüten geöffnet hat. In ein paar Tagen wird es ein richtiges blau-lilafarbenes Blütenmeer geben!

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Was daraus geworden ist

Erinnert ihr euch noch an meinen Blogbeitrag „eine Seefahrt, die ist lustig“?
Dort schrieb ich, dass ich mir den wunderschönen Stoff „Vintage Loveboats“ gekauft hatte.
Ich hab euch aber gar nicht verraten, was ich daraus gemacht hatte. Das hab ich deshalb nicht, weil ich gerne die passende Umgebung für das fertige Teil haben wollte, um es zu fotografieren. Et voilà, hier ist es, eine Tunika mit Zipfelseiten!
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Aufgenommen haben wir das Bild in Istanbul, wo ich mich die letzten drei Wochen aufgehalten habe, auf einer der vier Prinzeninseln, die etwa 20 km von Istanbul entfernt im Marmarameer liegen. Im Hintergrund sieht man die Skyline des modernen Istanbuls.

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Es waren übrigens herrliche drei Wochen in Istanbul, wenngleich sie auch sehr intensiv und anstrengend waren. Istanbul ist eine gigantisch große, volle und auch laute Stadt mit nur sehr wenig Grün und noch weniger Ruhepunkten. Aber darüber berichte ich demnächst noch mal separat.
Ich bin nämlich schon wieder am Packen. Morgen nachmittag starte ich nach Pecka, meinem zweiten Zuhause im tschechischen Riesengebirge, wo ich den ganzen Sommer über bleiben werde. Ganz besonders freue ich mich auf meinen Garten, auf die viele Natur (die ich in Istanbul so heftig vermisst habe) und auf die Ruhe, die dort herrscht.
Natürlich werde ich dort viele, viele Sachen machen, von denen ich euch dann berichten werde.

Habt eine wunderbare Zeit!

Eine Seefahrt, die ist lustig!

Neulich sah ich einen total süßen Stoff, „Vintage Loveboats“ von Cherry Picking. Ich hab mir jeweils einen halben Meter in dunkelblau und türkisblau mitgenommen um mir daraus eine sommerliche Tasche zu nähen.

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Und dann, ein paar Tage später, sah ich die süßen Schiffchen auf hellblauem Jersey! Ich hab mich sofort verliebt und den kleckerlichen Rest von 1,30 m mitgenommen. Damit ich etwas Gescheites draus nähen kann (mit 1,30 m komme ich nicht weit, ich mag es gerne etwas länger und auch weiter), hab ich noch einen roten Jersey mit kleinen weissen Punkten dazu genommen.

Ich hab das T-Shirt-Kleid schon fertig, es ist soooo schön geworden. Aber mit dem Fotografieren warte ich noch ein wenig, bis das Wetter wieder besser ist und man draussen Fotos machen kann. Vielleicht irgendwo am Wasser oder passend zum Stoff auf einem Ausflugsdampfer auf dem Baldeneysee oder auf der Ruhr.

Ahoj!

Frühjahrskollektion – Teil 4

Aller guten Dinge sind vier, jedenfalls bei mir!

Nach diesem Motto lebe ich gerade, nähtechnisch betrachtet. Einen Nähkurs hab ich nie gemacht, mein gesamtes Wissen beziehe ich aus diversen Tutorials im weltweiten Netz oder aus den Erfahrungen, die ich bislang gemacht habe. Im Prinzip bin ich mit meinen Nähleistungen auch zufrieden, an den Nähten gibt es nix zu meckern. Nur würde ich gerne auch etwas von dem, was ich nähe, tragen können – von Loops und Taschen mal abgesehen.

Okay, nachdem also die erste Tunika zu groß und die zweite (anderer Schnitt) aufgrund des falschen Stoffes zu eng geraten war, probierte ich es noch einmal, diesmal wieder mit elastischen Jerseystoffen. Von dem grün-gemusterten Jersey der ersten Tunika hatte ich noch ausreichend übrig und ich kaufte noch mal einen braunen Jersey dazu, die Farbkombination gefiel mir ja ganz gut.

Das Nähen war problemlos und dieses Mal verzichtete ich darauf, die Säume mit der normalen Nähmaschine umzunähen, ich entschied mich für die einfache Variante des Rollsaums.

Und jetzt kommt es: die Tunika passt! An den Schultern sitzt sie genau richtig und dank der weiten Schnittführung nach unten sitzt sie auch an Bauch und hüften.
Seht selbst…

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