Nähen mit Snap-Pap

Letzten Sommer habe ich mir ein paar Bögen Snap-Pap bestellt, es wird auch als veganes Leder bezeichnet. Es ist latexiertes Papier, ist reißfest und wasserfest und lässt sich vernähen wie Leder.
Aber erst mal lagen sie im Regal und drohten zu verstauben. Im Sommer nähe ich meist nicht so viel, ich bin lieber draussen und fahre mit dem Fahrrad oder wusel im Garten rum, koche Marmelade oder lege Gurken ein.
Aber neulich habe ich das Snap-Pap in die Hand genommen und habe für meinen Mann ein Portemonnaie genäht, sein altes aus Leder war „aus dem Leim“, ständig fielen das Geld und die vielen Karten heraus.

Bei meiner Recherche fiel mir auf, dass es zwar massig Schnittmuster für Damenportemonnaies gibt aber kaum klassische Herrengeldbörsen. Aber dann wurde ich bei pattydoo.de fündig. Das Schnittmuster war fast perfekt.
Mit Hilfe des Video-Tutorial ging das Nähen auch ganz einfach. Die Video-Tutorials von pattydoo kann ich übrigens nur empfehlen, ich habe schon vieles dadurch gelernt.

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Ich hatte leider kein Gummiband und habe ich kurzerhand einen Riemen mit Druckknopf dran genäht, um das Portemonnaie zu verschließen.
Mein Mann hat sich sehr gefreut und nutzt es täglich. Mittlerweile hat es einen schön-schmuddeligen Used-Look. 😉
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Meinem Sohn hat es gut gefallen und er brauchte auch dringend ein neues Portemonnaie, ich habe ihm als gute Mutter natürlich auch eines genäht. 😀

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Die beiden Geldbörsen haben übrigens verschiedene Farben, was man auf den Fotos nicht so toll sieht, ich habe die Bilder mit dem iPad gemacht, das ist natürlich nur suboptimal, geht aber dafür schneller, was das Hochladen angeht. 😉
Das Portemonnaie für meinen Mann ist kaffeebraun, das für meinen Sohn grau.

Mittlerweile habe ich noch ein drittes Portemonnaie genäht, ein schwarzes, für einen Freund. Weil es schön ist, liebe Menschen glücklich zu machen.

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Mein Rendez-Vous mit Korkstoff

Kork ist ja Trend im Moment, egal, wo man im Internet schaut, läuft einem Korkstoff über den Weg.
Als meine Kinder klein waren, hatten wir in der Wohnung, in der wir damals lebten, Korkboden verlegt, der war echt schön: weich, warm und leicht zu pflegen.
Aber dass man damit auch nähen kann, hätte ich zu der Zeit nicht vermutet.

Neulich hab ich den Korkstoff in einem Laden hier bei mir in Essen entdeckt. Ich hab zwar geschluckt, als ich den Preis sah, hab aber mal ein Stück mitgenommen.
Und dann stand ich zu Hause und hab überlegt, was ich draus mache und vor allem, mit welchem Stoff ich es kombiniere.
Irgendwas in Türkis hätte ich gut gefunden aber ich hatte keinen Stoff gefunden, der mir 100% gefallen hätte. Aber dann hab ich mal in meinem Fundus gewühlt und hab eine schön verwaschene Jeans gefunden, die mal eines meiner Kinder getragen hatte. Perfekt!

Ich hab dann einige Stunden geschnippelt, aufgetrennt & dran genäht und das ist dann dabei raus gekommen:

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Die Taschen habe ich zunächst fein säuberlich abgetrennt und dann so platziert, wie ich es haben wollte. Das war der zeitintensivste Teil der Arbeit.

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Am Ende hatte ich noch ein bisschen vom Jeansstoff übrig und hab noch ein kleines Portemonnaie genäht. Manchmal ist eine solch kleine Geldbörse ganz nützlich.

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